Moderne Technik trifft regionale Verantwortung: Solarthermieprojekt stärkt Nahwärmeversorgung

Fakten

Standort:

St. Georgen am Walde

Leistung:

228 kWp

CO₂-Einsparung:

48,7t CO₂/Jahr

Jahresertrag:

195 MWh

Inbetriebsetzung:

2025

Entspricht:

4870 gepflanzte Bäume / Jahr

St. Georgen am Walde – Die Nahwärmeversorgung in der oberösterreichischen Gemeinde St. Georgen am Walde erhält einen nachhaltigen Zuwachs: Mit dem Bau einer solarthermischen Freiflächenanlage setzt die „Nahwärme St. Georgen am Walde eGen“ gemeinsam mit autonomize auf eine innovative Lösung zur weiteren Reduktion des Hackgutverbrauchs und zur Minimierung von Emissionen.

Seit dem Jahr 2006 versorgt das Nahwärmenetz am Standort Kranzberg rund 38 Gebäude – darunter Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen – mit umweltfreundlicher Wärme. Um die Effizienz des Systems weiter zu steigern, wurde nun ein umfassendes Konzept zur Solareinbindung realisiert. Die Projektplanung und -abwicklung erfolgten durch autonomize.

Kernstück der Erweiterung ist eine solarthermische Freiflächenanlage mit 326 m² bzw. 228 kWp powerSol-Kollektoren. Diese wurden auf einem angrenzenden Grundstück der Genossenschaft installiert und zweireihig montiert. Die Einbindung erfolgt über einen Plattenwärmetauscher, wobei die erzeugte Wärme je nach Temperaturniveau in zwei unterschiedliche Temperaturzonen von Pufferspeichern eingespeist wird.

Ein eigens errichteter Anbau beherbergt einen zusätzlichen 40 m³ Pufferspeicher sowie die komplette Systemtechnik der Solaranlage. Ergänzend sorgt ein neu installierter Sommerbackup-Kessel mit automatischer Zündung für eine verlässliche Wärmeversorgung in sonnenarmen Zeiten.

Neben der baulichen Umsetzung wurden auch die hydraulischen Systeme optimiert und eine moderne Regelungstechnik eingeführt. Diese ermöglicht es künftig, Erzeugungsprognosen der Solaranlage intelligent in den Betriebsablauf zu integrieren – ein weiterer Schritt in Richtung smarter Wärmenetze.

Durch die solare Unterstützung kann der Sommerbetrieb künftig deutlich effizienter erfolgen. Das bedeutet: weniger Hackgutverbrauch, geringere Betriebskosten und Reduktion von Emissionen  – ein Gewinn für Umwelt und Region.

Mit dieser Initiative zeigt St. Georgen am Walde eindrucksvoll, wie technologische Innovation und regionale Verantwortung Hand in Hand gehen können.

Ing. Michael Zellinger, MSc.

CEO