Fakten
Standort:
Geboltskirchen
Leistung:
252 kWp
CO₂-Einsparung:
48t CO₂/Jahr
Jahresertrag:
193 MWh
Inbetriebsetzung:
2025
Entspricht:
4800 gepflanzte Bäume / Jahr
Über das Projekt
Im Geflügelmastbetrieb Berger wurde ein wegweisendes Energiekonzept umgesetzt, das zeigt, wie nachhaltige Tierhaltung in der Praxis funktionieren kann. Der moderne Mastbetrieb mit Platz für 40.000 Tiere benötigte bisher rund 972 MWh Wärme pro Jahr, um konstante Stalltemperaturen von 23 °C sicherzustellen – eine enorme Menge, die bislang ausschließlich durch eine Hackschnitzelheizanlage abgedeckt wurde.
Mit der Planung und Umsetzung durch autonomize wurde eine integrierte Solarthermieanlage installiert, die den Betrieb nun nachhaltiger und wirtschaftlicher macht. Auf dem Dach des Stalls erzeugen 350 m² gigaSol-Kollektoren der Firma GASOKOL – mit einer thermischen Leistung von 245 kWp – jährlich rund 189 MWh Wärme. Das entspricht rund 22 % des gesamten Heizbedarfs und entlastet die bestehende Biomasseanlage signifikant.
Ein zentrales Element des Konzepts ist die intelligente Wärmespeicherung: Ein neu installierter 25 m³-Solarpuffer ergänzt den bestehenden 5.000-Liter-Pufferspeicher und ermöglicht eine flexible, bedarfsorientierte Nutzung der Solarwärme. Ein Plattenwärmetauscher mit Umschaltventil sorgt für effiziente Wärmeverteilung innerhalb der Pufferschichten – ganz nach Temperaturbedarf.
Wird die erzeugte Solarwärme nicht unmittelbar für die Stallbeheizung benötigt – insbesondere in den wärmeren Monaten – wird sie zur Trocknung von Futtermitteln und Hackgut in einer bestehenden Lagerhalle genutzt. So wird einerseits thermische Stagnation vermieden und andererseits der Brennstoffbedarf für die Hackschnitzelheizung um bis zu 20 % gesenkt.
Das durch autonomize entwickelte Gesamtkonzept zeigt eindrucksvoll, wie landwirtschaftliche Betriebe auch mit energieintensiven Prozessen wie der Geflügelmast ressourcenschonender wirtschaften können. Die Kombination aus erneuerbarer Energie, intelligenter Speichertechnik und Mehrfachnutzung schafft nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile – ein echter Beitrag zur Energiewende in der Landwirtschaft.


