Heizwerk Mönchdorf

Fakten

Standort:

Mönchdorf

Leistung:

114 kWp

CO₂-Einsparung:

4t CO₂/Jahr

Jahresertrag:

82,4 MWh/Jahr

Baujahr:

2024

Entspricht:

400 gepflanzte Bäume/Jahr

Ausgangssituation

Das Nahwärmenetz in Mönchdorf wird durch zwei Hackgutkessel mit Leistungen von 650 kW (Urbas) und 150 kW (Herz) betrieben und versorgt aktuell rund 47 Abnehmer – überwiegend Privathäuser sowie Gasthäuser. Der jährliche Wärmebedarf beläuft sich auf ca. 2.000 MWh. Die Netztemperatur liegt bei 80 °C / 50 °C. Betreiber des Heizwerks ist die Biowärme Königswiesen-Mönchdorf eGen. Um die Nachhaltigkeit des bestehenden Systems weiter zu verbessern, wurde die Integration einer Solarthermie-Anlage auf dem Gelände des Heizwerks geplant.

Vision

Ziel des Projekts war es, durch den Einsatz von Solarthermie den Anteil erneuerbarer Energien im Nahwärmenetz zu erhöhen, fossile Brennstoffe einzusparen und damit sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile für die Betreiber und die Wärmekunden zu schaffen. Die Nutzung der vorhandenen Dachfläche des Hackgutlagers in optimaler Südausrichtung sollte eine besonders effiziente Nutzung der Solarenergie ermöglichen.

Das Konzept

Im Rahmen des Projekts wurde auf dem bestehenden Dach des Hackgutlagers eine Solarthermie-Anlage mit einer Bruttofläche von 163,08 m² installiert. Die Kollektoren wurden dachparallel in drei Reihen mit direkter Südausrichtung montiert, um den maximalen solaren Eintrag zu gewährleisten.

Begleitend zur Solarintegration wurde der vorhandene Pufferspeicher um 8.000 Liter auf insgesamt 16.000 Liter erweitert. Darüber hinaus wurde das Lademanagement modernisiert: Eine neue, bedarfsgerechte Regelungstechnik inklusive Solarregelung und Monitoringsystem wurde implementiert, um eine optimale Speicherung und Nutzung der solar erzeugten Wärme sicherzustellen.

Ergebnisse und Nutzen

Durch die Integration der Solarthermie wird die Nachhaltigkeit des Nahwärmenetzes in Mönchdorf deutlich erhöht. Das Projekt ermöglicht eine ressourcenschonende Wärmeerzeugung, verbessert die Wirtschaftlichkeit des Heizwerksbetriebs und stärkt die regionale Versorgungssicherheit. Für die Kunden bedeutet dies eine zuverlässige, zukunftssichere und zunehmend CO₂-neutrale Wärmeversorgung. Die Umrüstung der Regelungstechnik und das neue Monitoring sichern langfristig einen effizienten Betrieb und eine transparente Kontrolle der Anlageneffizienz.

Ing. Michael Zellinger, MSc.

CEO